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Flowing Tide Blog

2010 August 05

Instrumente - irische Flute

Eingetragen von Irina

Zahlenmäßig am stärksten Vertreten bei uns und daher das erste vorgestellte Instrument: Die Flute!

Die irische Flute ist eine moderne Version der alten Holzquerflöten, die vor der modernen Böhmflöte gespielt wurden und nach deren Erfindung recht schnell aus der Mode kamen. So landeten sie wohl als billige Instrumente bzw. als Überbleibsel in der irischen Volksmusik. Mittlerweile werden sie mit modernem Kammerton A440 und diversen Verbesserungen wieder gebaut. Teilweise mit langen Wartelisten und sehr unterschiedlichen Eigenschaften.
Für mich ist Flute das am wenigsten technische Instrument. (Wenn man die Technik des Spielens einmal gemeistert hat.) Man ist irgendwie "ganz nah dran" und atmet die Tunes. Ähnlich wie Fiddle kann die Flute sanft singen oder aggressiv, rhythmisch spielen. Leise zwitschern oder laut und fordernd "reinhämmern".

Leider gibt es noch kein Bild der kompletten Sammlung. Also fange ich mit meinen an:



Die hellbraune in der Mitte ist meine erste. Gekauft 1997 in einem "Musikladen cum Post office" auf der Grand Parade in Cork City. Dort habe ich einige Jahre zuvor meine erste irische Musikcassette gekauft. Conal OGrada - the Top of Coom. Ich hatte keine Ahnung und mir gefiel das Cover.... daß man sich so schnell in eine Musik und ein Instrument verlieben kann hätte ich nicht gedacht!

Den Preis der Flute habe ich vergessen. Auf jeden Fall ein recht günstiges, vermutlich pakistanisches Instrument. Und dafür ein echter Glücksgriff.
Man muß zwar alle Töne auf die richtige Höhe zwingen aber immerhin spielbar! (Wie mans nimmt - ich habe Jahre gebraucht, die erste Melodie aus dem Instrument zu bekommen!)

Nummer zwei ganz vorne - MEIN Instrument von Terry McGee. Gebaut in Australien, Second hand gekauft aus Italien und mittlerweile weit gereist. Kürzer als die meisten Flutes, mit großem Durchmesser, großen Löchern und basierend auf der klassischen Flute von Pratten.
Diese Flute mag (zumindest von mir) gerne mit viel Atempuls gespielt werden. Sie kann wunderbar bellen und trompeten aber macht einem "Fingerverzierungen" durch die großen Löcher nicht ganz so leicht.

Hinten das gleiche Modell in Gidgee-Holz und in Eb - also einen Halbton höher als die normale "Concert Flute". Mein "Babe"!

unsere "regular Session Flutes":



In der Mitte Sirkos Flute von Marcus Hernon. Nach meiner Einschätzung basiert sie auf der klassischen "Rudall und Rose" mit kleinem Querschnitt und kleinen Löchern. Verzierungen spielen sich fast von selbst, der Klang ist sehr klar und sauber über die Oktaven. Ich seh sie als das andere Ende des Spektrums von meiner McGee. Meine hat ihre Stärke in geatmeten Rhythmus und der Leichtigkeit, mit der man Töne ins "grummelige" verschieben kann (und mit der man in zwei Oktaven gleichzeitig spielen kann - das haben Stefan und ich mal aufgenommen und visualisiert.Sehr spannend!)
Sirkos Hernon besticht durch Klarheit und durch die "knackigen" Verzierungen. Diese beiden Flutes im Duett sind für mich unschlagbar. An guten Tagen können wir "zusammen" spielen und dann mal kurz in beide Richtungen ausschweifen um uns dann wieder zu treffen. Sehr cool!

Und ganz rechts der Neuzugang: Phoebes Gilles Lehart Flute. Mit Klappen und ein echter Leckerbissen. Kann sehr laut sein aber trotzdem klar und sauber. Knackt, grummelt, bellt und scheint mir ein super Allrounder. Definitiv eine Sessionflute mit der man gehört wird. Nur ein klein wenig leiser als meine McGee und mit einem etwas kleinerem Volumenumfang (nach meinen ersten Versuchen). Soll heißen: Ich fand es schwieriger leise zu spielen als laut.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, daß Flute das allerschönste Instrument ist?

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